Sachbezug bei Firmenwagen optimieren

Beispiel

Ein in A¬†wohnender Filialleiter ist an 3 Tagen in der Woche in einer Filiale seines Arbeitgebers in K√∂ln und an 2 Tagen in der Woche in einer Filiale seines Arbeitgebers in Bonn t√§tig. Er legt die 30 km von Bonn nach K√∂ln (einfache Entfernung) mit dem ihm zur Verf√ľgung gestellten Dienstwagen zur√ľck (inl√§ndischer Bruttolistenpreis 30.000 EUR). Von seiner Wohnung zur Filiale in Bonn sind es nur 2 km.

Klassische Lösung

Im Zuge der vergangenen Rechtsprechung musste der qualitative T√§tigkeitsmittelpunkt f√ľr die Ermittlung der ersten T√§tigkeitsst√§tte ermittelt werden. Im Zweifel war dies jener Ort, der am h√§ufigsten/l√§ngsten aufgesucht wurde. F√ľr die im Beispiel geschilderte Situation w√§re dies die weiter entfernt gelegene Filiale in K√∂ln gewesen.

Der geldwerte Vorteil f√ľr die Gestellung des Dienstwagens ermittelte sich wie folgt:

1 % v. 30.000 EUR (Bruttolistenpreis) f√ľr Privatnutzung 300 EUR
0,03 % f√ľr die Fahrten Wohnung – erste T√§tigkeitsst√§tte
(Bruttolistenpreis x 0,03 % x 30 km)
270 EUR
Geldwerter Vorteil gesamt 570 EUR

Gestaltungshinweis: Erste Tätigkeitsstätte festlegen

Während es in der Vergangenheit auf qualitative Kriterien ankam, kommt es ab 2014 alleine auf die arbeitsrechtliche Zuordnung des Arbeitgebers an. Nutzt der Arbeitgeber in unserem Beispiel diesen Gestaltungsspielraum und bestimmt Bonn als erste Tätigkeitsstätte, ändert sich die Berechnung der Dienstwagenbesteuerung Рtrotz der zeitlichen Unterlegenheit:

1 % v. 30.000 EUR (Bruttolistenpreis) f√ľr Privatnutzung 300 EUR
0,03 % f√ľr die Fahrten Wohnung – erste T√§tigkeitsst√§tte
(Bruttolistenpreis x 0,03 % x 2 km)
18 EUR
Geldwerter Vorteil gesamt 318 EUR

Ergebnis

Der Arbeitnehmer vermindert durch die Nutzung des neuen Gestaltungsspielraums den aus der Gestellung des Dienstwagens resultierenden geldwerten Vorteil um 3.024 EUR jährlich (252 EUR x 12 Monate).